Stillen ist lebenswichtig!-Bist du dabei?
Weltstillwoche vom 28.9-4.10.2009
Am 29.9. sind wir deshalb ab 12:30 mit einem Stand auf dem Görlitzer Marienplatz (Springbrunnen). Im Gepäck habe wir jede Menge Info-Material zum Stillen. Schauen Sie doch mal vorbei!
Hier gibts schon mal ein paar Info´s:
Die diesjährige internationale Weltstillwoche thematisiert die zunehmende Zahl von Notfallsituationen und Katastrophen auf der Welt. Eine Notfallsituation kann durch Naturkatastrophen hervorgerufen werden, aber auch „menschengemacht“ sein. Sie kann plötzlich, lang anhaltend oder periodisch auftreten. In Notfallsituationen herrschen Chaos, Unsicherheit, schlechte hygienische Verhältnisse, Mangel an sauberem Wasser, Nahrung, Treibstoff, medizinischer Versorgung und Unterkunft.
Stillen in Notfallsituationen
In Notfallsituationen ist Muttermilch und Stillen eine hygienisch unbedenkliche, nachhaltige Flüssignahrung, die Kinder aktiv gegen Infektionen schützt. Künstliche Säuglingsnahrung bietet keinen Immunschutz und schädigt die schützenden Mechanismen der Darmwände des Säuglings, sodass Keime leichter eindringen. Die Risiken vergrößern sich durch die Abhängigkeit vom Nachschub an qualitativ einwandfreier künstlicher Säuglingsnahrung, an Wasser und Treibstoff. Dazu kommt, dass künstliche Säuglingsnahrung in der Vergangenheit immer wieder Verunreinigungen aufwies,(3) ganz abgesehen von den hygienischen Problemen der Reinigung von Säuglingsflaschen und Saugern.
Alle diese Schwachstellen zeigten sich beispielsweise 2005/6 in Botswana:(4) Überschwemmungen führten zu einem immensen Anstieg an Durchfallerkrankungen und Todesfällen bei nicht gestillten Säuglingen. Im ersten Quartal 2006 war die Sterblichkeit der unter 5-Jährigen 22-mal höher als im ersten Quartal des vorangegangenen Jahres. In einer Klinik ergab die Überprüfung der Gründe für die Krankenhauseinweisung, dass nicht gestillte Kinder 50-mal häufiger eine Behandlung brauchten als gestillte Kinder und dass ihr Mortalitätsrisiko erheblich höher war. In einem Dorf starb kein gestilltes Kind, während 30 Prozent der nicht gestillten Kinder starben.
Auch in den Industrieländern sind Kinder in Notfallsituationen gefährdet. Nach dem Hurrikan Katrina in den USA fehlte für viele Kinder die notwendige Nahrung und einige starben infolgedessen.(5)
Stillen ist ein Schutzschild für Kinder in Notfallsituationen
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Quellen
3. Aktionsgruppe Babynahrung: Recherchebericht über Verunreinigung von Babymilch: Nestlé, Milupa. www.babynahrung.org
4. Field Exchange 29: Diarrhoea risk associated with not breastfeeding in Botswana. P 23. Field Exchange 2006, http://fex.ennonline.net/29/diarrhoearisk.aspx
5. Lipton E et al.: Breakdowns marked path from hurricane to anarchy. New York Times 2005
Lisa Fehrenbach, DHV-Beauftragte für Stillen und Ernährung, nach Material der World Alliance for Breastfeeding Action (WABA) http://www.worldbreastfeedingweek.org/